Psychoonkologie hilft und lässt die Therapie besser vertragen !

Psychoonkologen-


www.therapie.de
www.dapo-ev.de

Rufen Sie auch die Kassenärztliche Vereinigung Ihres Bundeslandes an und lassen sich von dort eine Liste der Psychologen/Psychoonkologen zumailen/geben. Sie finden die gesuchten Informationen eventuell auch auf deren Website.

https://www.psycho-onkologie.net

https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/psychoonkologie.php

Wir empfehlen ganz klar eine Psychookologische Hilfe in der ersten Zeit ...

Die seelische Verfassung von Krebspatienten entscheidet mit über die Verträglichkeit einer Tumorbehandlung. FOCUS Online erklärt hier in diesem Artikel, warum Krankheit und Therapie so belastend sind und wie Patienten sich helfen lassen können.

Die Diagnose Krebs erschüttert das Leben zunächst wie kaum ein anderes Ereignis. Sie bedroht die Existenz und konfrontiert den Erkrankten mit dem Tod – ungeachtet der tatsächlichen, oft hohen Heilungs- oder Überlebenschancen. „Krebs“ ist noch immer der Inbegriff einer heimtückischen und unvorhersehbaren Erkrankung. Meist folgen eine Operation oder eine Strahlen- oder Chemotherapie, häufig auch beides. Eine Krebserkrankung verändert den Alltag und das bisherige Leben des Betroffenen radikal. Eine Chemotherapie hat - vorübergehend - viele körperliche Nebenwirkungen, etwa den Verlust von Haaren, Leistungsfähigkeit und Übelkeit. Zudem bringt die Behandlung oft auch die bisherigen sozialen Rollen in Familie und Beruf sowie die gesamte Zukunftsperspektive durcheinander. Die Diagnose macht einen Gesunden von einem Augenblick zum nächsten zu einem Patienten, dessen Leben scheinbar in den Händen von Medizinern liegt.

„Die Bedeutung der Psyche wird bei einer Krebserkrankung noch immer häufig unterschätzt“, erklärt Psychoonkologin Monika Keller von der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. „Krebs bringt neben den medizinischen Problemen unvermeidlich auch Ungewissheit, Ängste und tiefe Verunsicherung mit sich“, sagt sie. Und das „Gefühl des Ausgeliefertsein“, sagen viele Patienten, gehöre zu den schlimmsten psychischen Belastungen einer Krebserkrankung. Aber man kann etwas dagegen machen. Kontrolle wiedergewinnen

Vor allem sei es für den Willen, eine Therapie durchzuhalten, immens wichtig, dass der Patient die Kontrolle über sein Leben wiedergewinne. Dabei können wichtige Bezugspersonen, der Arzt oder ein Psychoonkologe helfen.

Das Bild der Psychoonkologie habe sich in den vergangenen Jahren gewandelt, erklärt Keller. Die Stigmatisierung der Patienten sei immer mehr weggefallen. „Psychoonkologie ist nicht die Behandlung von psychischen Störungen, sondern die Unterstützung von Menschen in einer Lebenskrise“, sagt sie. Dabei gehe es vor allem darum, dass Patienten - bei aller Verunsicherung und Angst - ihre Stärken und Fähigkeiten wieder entdecken und für sich nutzen können. „Die Psychoonkologie soll Motivation zur Selbsthilfe geben.“

Patienten nehmen psychoonkologische Angebote heute häufiger wahr als früher. Laut aktueller Zahlen wünscht sich knapp die Hälfte der Krebspatienten seelische Unterstützung. Psychoonkologische Beratungsstellen gibt es heute in fast jeder Klinik, die Tumorpatienten behandelt. (Einen Überblick über die Angebote hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) auf seiner Internetseite.) In einer aktuellen Befragung nannte fast die Hälfte von Krebspatienten in den USA Krebs als die Erkrankung, die sie vor allen anderen am meisten fürchten; 32 Prozent bezeichneten die Krankheit als die „größte Katastrophe“ in ihrem Leben.

Die Therapie ist immer freiwillig

„Häufig reicht es schon, wenn sich ein Patient mit Hilfe eines Therapeuten bewusst macht, dass er trotz der schweren Krankheit noch immer die Fäden in der Hand hält, dass er die Wahl hat und eigene Entscheidungen treffen kann“, sagt Keller. Denn niemand kann und will einen Patienten zu einer Behandlung zwingen. „Aber wenn ein Patient sich selbst für eine Behandlung entscheidet, bewältigt er auch eine belastende Therapie viel besser.“

Ein Patient könne viel mehr Kräfte mobilisieren, wenn er sich selbst für eine Sache entschieden hat, als wenn er den Eindruck hat, sie werde ihm von außen aufgezwungen. „Die innere Einstellung gegenüber einer Therapie ist unendlich wichtig“, sagt Keller. Und Patienten müssen sich in der Obhut ihrer Ärzte sicher fühlen. Denn eine Therapie sei besser verträglich, wenn der Patient wisse, dass er und sein Arzt an einem Strang ziehen. „Eine bedrohliche Erkrankung braucht einen starken Verbündeten“, sagt Keller.

Viele, vor allem jüngere Patienten entwickeln enorme Fähigkeiten, mit denen sie eine belastende Therapie überstehen. „Bei ihnen taucht die Erkrankung in einer Lebensphase auf, in der sie eigentlich gar keinen Platz hat“, berichtet Keller. „Vielleicht sind sie gerade deswegen häufig kämpferischer als ältere Patienten, die manchmal nicht wirklich wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.“

Die Seele braucht Zeit

Die Seele verarbeitet die Erfahrungen einer Krebserkrankung zeitlich verzögert. Aber die Rückkehr in die Welt der Gesunden gelingt den meisten sehr gut, berichtet Keller. Vielen ehemaligen Patienten gibt eine überstandene Erkrankung einen neuen Lebenssinn. Sie berichten, dass sie alltäglicher Ärger viel weniger störe als früher. Die Konfrontation mit einer Lebensbedrohung relativiere Alltagsprobleme und Stress. „Eine Krebserkrankung verschiebt die Maßstäbe in jeder Hinsicht“, weiß die Psychoonkologin.

Keller rät Angehörigen und Freunden zur größtmöglichen Offenheit: „Für die Erkrankten ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht im Stich gelassen werden.“ Sie müssen wissen: Es gibt Menschen, denen ich wichtig bin, egal ob mit oder ohne Krebs. Doch gut gemeinte Ratschläge können auch negativ ankommen, warnt Monika Keller. „Du musst positiv denken und kämpfen“, heißt dann aus der Sicht eines Erkrankten schnell: „Wenn du es nicht schaffst, hast du nicht genug gekämpft“.

Wie Psyche und Therapieerfolg zusammenhängen

Betroffene suchen häufig nach den Ursachen für ihre Krebserkrankung. Dabei stellen einige schnell einen Zusammenhang zwischen psychischen Belastungen und Krebs her. Doch bislang konnten Forscher keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress, Depression oder anderen Persönlichkeitsmerkmalen und einer Krebserkrankung finden. Gesichert sind jedoch indirekte Einflüsse. Psychische Probleme können sich durchaus auf das Risiko einer Krebserkrankung auswirken, wenn sie beispielsweise zu gesteigertem Alkohol- und Tabakkonsum, oder zu Vereinsamung und eigener Vernachlässigung führen.

Ebenso gibt es keinen Nachweis, dass sich eine gute psychische Verfassung oder eine Psychotherapie positiv auf den Erfolg einer Therapie auswirkt. Gelingt es den Patienten aber dank psychologischer Hilfe, eine belastende Chemotherapie durchzustehen, die sie sonst vielleicht abgebrochen hätten, so kann sich dies durchaus auf ihre Heilungschancen auswirken. Zwar gibt es viele Hinweise, dass sich die Psyche auf das Immunsystem eines Menschen auswirkt. Aber der Einfluss des Immunsystems auf den Verlauf einer Krebserkrankung lässt sich nicht so einfach belegen. „Das heißt aber nicht, dass es keinen Einfluss gibt“, sagt Keller. „Denn Körper und Seele sind untrennbar miteinander verbunden.“

Info: Kostenübernahme

Die Kosten einer psychoonkologischen Behandlung übernimmt während einer stationären Behandlung in allen Fällen die Krankenkasse, zum Teil auch während einer ambulanten Behandlung, wie etwa einer Chemotherapie. Auch die kurzfristigen Beratungen in den verschiedenen regionalen Krebsberatungsstellen sind für den Patienten kostenlos.

Ob die Kasse zum Beispiel einen kostenpflichtigen Entspannungskurs zahlt, sollten Patienten direkt bei ihrer Versicherung nachfragen. Grundsätzlich übernehmen laut DKFZ die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Psychotherapie, sofern es sich dabei um ein anerkanntes Verfahren handelt und der Psychotherapeut über eine Kassenzulassung verfügt. Für private Versicherungen kommt es auf den individuell abgeschlossenen Tarif an.

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Eierstockkrebs Deutschland e.V.
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24539 Neumünster

Tel.: 0800 - 58 925 63

E-Mail: info@eskd.de

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